OHREN AUF! Schumann & Co

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

Es ist ein sehr eigener Stil, in dem Hélène Grimaud mittlerweile ihre Platten zu regelrechten Konzeptalben gestaltet. "Reflection" (DGG/Universal), ihre jüngste CD, ist - rechtzeitig zu dessen 150. Todestag (29.7.) - Robert Schumann gewidmet und enthält auch Musik von Clara Schumann und dem gemeinsamen Freund Johannes Brahms - was angesichts der engen biografischen Bezüge zwischen diesen drei Komponisten nicht so außergewöhnlich wäre, würde die französische Pianistin dabei nicht auch noch die unterschiedlichsten Besetzungen mischen: Zu Roberts von Clara uraufgeführtem Klavierkonzert (mit der Staatskapelle Dresden und Esa-Pekka Salonen) gesellt sie passend drei intime, unter beider Namen veröffentlichte Lieder von Clara (mit der Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter) und die leidenschaftlich zerrissene 1. Cello-Sonate (mit Truls Mork) sowie zwei Rhapsodien für Klavier des von Robert hoch geschätzten und Clara unglücklich verehrenden Brahms.

Etwas eigenartig wirkt dann allerdings


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