Ernte 22

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

KABARETT Von Menschen, Tieren und anderen armen Schweinen: "XXII", das souveräne neue Programm von Altmeister Lukas Resetarits.

Es geht in diesem Programm um den Menschen", hält Lukas Resetarits eingangs fest. Das muss man bei Kabarettprogrammen normalerweise nicht dazusagen, hier schon: Wie im Vorgänger "Nachspielzeit" (2004) sind Tiere wieder ein zentrales Thema des Abends; aber wie damals geht es Resetarits im neuen Programm auch dann um den Menschen, wenn er von Tieren spricht.

Wenn sich der Kabarettist zum Beispiel Gedanken über den "Wirtschaftsfaktor" von Tieren macht, ist es zum Gebrauchswert des Menschen nur ein kleiner Schritt: "Wenn's viele Menschen gibt, sind diese wenig wert." Für die vielen Arbeitslosen hat sich Resetarits neue Berufe ausgedacht. Sie könnten etwa als "Vollbeschäftigungsstatisten" herumstehen oder sich als "Feinstaub-Wegatmer" an der Südosttangente nützlich machen. Das hört sich jetzt ein bisschen nach gnadenlosem Politkabarett an. Tatsächlich ist Resetarits


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