Wollgeneigt

Stadtleben | Barbara Zeman | aus FALTER 11/06 vom 15.03.2006

STADTMENSCH Veronika Persché produziert in ihrer Strickwerkstatt Textiles für heimische und internationale Designer - und nach eigenen Entwürfen.

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider", könnte vor gut zwanzig Jahren des Öfteren auf Veronika Perschés Lippen gelegen sein. Der Strickstoffdesignerin Liebster ist zwar kein Gärtner, sondern Fotograf, die heute 29-Jährige jedenfalls trägt seit dem Jahr 1990 nur noch Grün. Grüne Socken, grüne Hose, grüne Weste, grünes T-Shirt, grünes Halstuch. Selbst die Unterhose ist grün-weiß kariert, verrät sie der Vollständigkeit halber. Frühkindliche Prägung, die erste. Die Zweite wäre die strickversessene Familie, in der Persché Stricken vor Schreiben lernte. Bereits im zarten Alter von drei machte sie aus Garn kleine Püppchen, schlug also früh den Weg der wollgeneigten Strickfamilie ein. Und führt ihn heute progressiv fort.

Perschés Urgroßvater hatte sich um 1900 in Ljubljana niedergelassen, um die Damenwelt mit Wollgewand


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