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Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

Wer zu spät kommt, mit dem passiert irgendwas Unangenehmes, hat der letzte Papst einmal gesagt. Der war allerdings Katholik, und Katholiken sagen auch nicht immer die Wahrheit. Im ausgehenden Jahrzehnt des letzten Jahrtausends hatte die damalige Stadtlebenredakteurin Carolin Giermindl bei einer Redaktionssitzung eine "Wintersport in Wien"-Aufmachergeschichte vorgestellt. Auf den zarten Hinweis der Kollegenschaft, dass laut allen Prognosen in drei Tagen eine nachhaltige Tauwetterperiode zu gewärtigen sei, meinte Giermindl in zünftigem Passauerisch: "Jo nocha miaßt's eich fei wasanders überleg'n." Eine dermaßen extreme meteorologische Trendwende steht, trotz des törichten Treibens der Wiener, die sich am vergangenen Wochenende alle die Kleider vom Leib fetzten und in die Gastgärten setzten, sofern diese schon geöffnet hatten, leider nicht bevor. Wolfgang Paterno und Christopher Wurmdobler brauchen also keineswegs zu befürchten, dass ihre Geschichte über die sauberen Machenschaften


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