Wende um Wende


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Gibt es noch etwas im Land, das nicht kohlschwarz ist? Nicht einmal die Aussichten sind rosig.

Es geht ja doch! Die ÖVP kann noch Wahlen gewinnen. Bei den Landwirtschaftskammerwahlen in Vorarlberg räumte sie 18 von 19 möglichen Mandaten ab; das 19. ging an einen Freiheitlichen. Selbst der weißrussische Diktator Lukaschenko würde vor Neid erblassen. Inmitten des Wirtschaftslandes beherrschen die Schwarzen die Landwirtschaft in Ewigkeit Amen. Mag sie real schrumpfen, in ihrer politischen Bedeutung wird sie immer mehr zunehmen. Wenn der letzte Bauer einen Nebenerwerbsjob als Lagerarbeiter bei Raiffeisen angenommen hat, wird uns seine Interessensvertretung erst recht regieren. Mit absoluter schwarzer Mehrheit.

Allerdings nur, wenn es nach Willi Molterer geht, dem schwarzen Klubobmann, der nun seine Wandlung von der liberalen schwarzen Hoffnung zum kohlschwarzen Zyniker abgeschlossen hat. Eine kleine, feine Absolute für die ÖVP wünscht er sich bei den kommenden

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