"Das Land ist nicht so"

Politik | Gerald John und Nina Weissensteiner | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

SPÖ Die Kärntner SPÖ-Chefin Gaby Schaunig über Jörg Haiders Schikanen, slowenische Scharfmacher, die Kärntner Psyche und die Grenzen von Alfred Gusenbauers Einfluss.

Im Verhältnis zur politischen Wärme, die die Frau Vorsitzende ausstrahlt, ist ein Iglu ein Hochofen", greinte Jörg Haider, nachdem er just am Faschingsdienstag stehen gelassen worden war. Den Weisel gegeben hat ihm Gaby Schaunig, Soziallandesrätin und neue Chefin der Kärntner Sozialdemokraten. Zwei Jahre lang hatte die Koalition zwischen der SPÖ und Haiders BZÖ gehalten, ehe Schaunig die Reißleine zog, weil der Landeshauptmann das Geburtengeld gemeinsam mit der ÖVP beschließen wollte.

Die vierzigjährige Juristin hat es nun in der Hand, Haiders politische Karriere zu beenden. Bringt sie die traditionell zerstrittene Kärntner SPÖ auf Vordermann, könnte der angeschlagene BZÖ-Chef sowohl bei den Nationalratswahlen im kommenden Herbst das für den Einzug ins Parlament notwendige Grundmandat verpassen als auch


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