Doch, die Welt ist schlecht

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

ASYL Was als Vorzeige-Fußballprojekt für Asylwerber begann, ist heute ein Wirrwarr aus Spenden, Klagen und gegenseitigen Anschuldigungen.

Geht es um seine "Neger", nimmt sich Erich Mlinarik kein Blatt vor den Mund. Schmutzige Begriffe sind es, die er für andere verwendet, klagbare Begriffe vor allem. Doch das ist Mlinarik egal. Weil er sich im Recht wähnt. Sollen sie doch klagen, denkt sich der umtriebige Frühpensionist mit der derben Wortwahl und nennt Wilhelm Brunner einen Lügner. Brunner ist Pressesprecher des deutschen Privatunternehmens European Homecare (EHC), das 2004 die Leitung von vier Flüchtlingslagern in Österreich, darunter Traiskirchen, übernahm.

Gemeinsam waren Brunner und Mlinarik im Sommer 2004 maßgeblich am Aufbau der "Schwarzen Perlen" beteiligt. Ein Fußballklub für Asylwerber aus Traiskirchen, ein Vorzeigeprojekt, wie es lange schien. Dutzende Flüchtlinge, mehrheitlich Schwarzafrikaner, darunter viele talentierte Kicker, hatten plötzlich Beschäftigung und


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