Kommentar

Belvedere: Gesucht und gefunden

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

Am vergangenen Freitag gab Kulturministerin Elisabeth Gehrer bekannt, dass der vakant gewordene Posten für den Geschäftsführer der Österreichischen Galerie Belvedere an Agnes Husslein-Arco geht. Am darauffolgenden Sonntag eröffnete im Belvedere eine kurzfristig angesetzte Ausstellung anlässlich des vierzigsten Todestages des Malers Herbert Boeckl. Laut Kurier handelt es sich dabei um den Onkel der designierten Direktorin, laut Presse um den Großvater (Letzteres stimmt). Und bereits seit Wochen läuft im Belvedere eine Retrospektive von Carl Unger, einem Schwiegersohn von Herbert Boeckl.

Ähnlich kompliziert sind die politischen Verwandtschaftsverhältnisse von Agnes Husslein-Arco. Einerseits wird ihr eine Nähe zu der zum BZÖ mutierten FPÖ nachgesagt, ja sogar unterstellt, sie würde im Gegenzug für die Unterstützung ihrer Kandidatur durch das BZÖ ihrererseits im Belvedere Arbeitsplätze für etwaige, nach der nächsten Nationalratswahl arbeitslos werdende BZÖ-Mitarbeiter schaffen.


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