Die Stärke der Simpsons


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

LITERATUR Für sein jüngstes Buch "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" wurde Franz Schuh soeben mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Der "Falter" sprach mit dem Essayisten über Wiener Ironie und Bösartigkeit, über sozialdemokratische Einsamkeit und gemütliche Mafiosi, über Oskar Werner und Homer Simpson.

Es gibt wohl keinen österreichischen Autor, dem in letzter Zeit mehr Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde als Franz Schuh. Sein Essays, Gedichte, Skizzen und Notate umfassendes Buch "Schwere Vorwürfe, schmutzige Wäsche" wurde, kaum war es erschienen, vom deutschsprachigen Feuilleton abgefeiert. Es versammelt höchst unterschiedliche, meist recht kurze Texte über den Zusammenhang von Literatur und Verbrechen, über das Lob der Nutzlosigkeit und die Suche nach Schönheit, über dumme Schauspieler-Interviews und die Kunst Oskar Werners, über das Beisl, das Café Hegerhof oder das Gasthaus Ederl.

Dass nun ausgerechnet Schuh, der die medialen Inszenierungen in Politik

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