Wellen wegen Ellen

Kultur | Stefan Ender | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

LITERATUR Der ehemalige Popredakteur Moritz von Uslar versucht sich als Romancier - und sieht dabei gar nicht schlecht aus.

Da gibt es Ellen, die "abgründige, abgebrühte, unschuldige, raffinierte, hoch begabte, überdurchschnittliche, ganz und gar gewöhnliche Frau"; Ellen mit dem "Haarding, Halsding, Goldkettchen-verfängt-sich-in-den-feinen-Härchen-am-Hals-Ding. Das Rückending, Taillending, Hüftding, das zum Hintern raus und ins Beinding überging. Toll."

Da gibt es Galgern, Ellens Vater: "Blauweißes Streifenhemd. Aufgerollte Hemdsärmel. Dunkle Arme. Das goldgelb-lila-rotbraun Gesprenkelte seiner Haut. Der Galgern-Duft. Ah. Was für ein angenehmer Mann. Aber eben auch: die Aggression, das Gewaltsame, das aus all dem Gutaussehenden, Braungebrannten, Herrschaftlich-Kultivierten, Ins-Gleichgewicht-Gebrachten hervorging."

Da gibt es José, "eine Mischung aus, sagen wir, Hofkapellmeister, Visconti-Schauspieler und NPD-Mitglied, bloß, irgendwie, intelligenter". Aber mindestens genauso


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