Warum wieder Wienerisch?

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

MUSIK Birgit Denk spielt mit ihrer Band lokal gefärbten Rock, Matthias Kempf macht als Solist Liedermacherpop. Beide setzen auf Wiener Dialekttexte und haben keine Angst vorm Begriff "Austropop".

Unterschiedlicher könnten sie kaum sein. Die Teetrinkerin Birgit Denk ist selbstbewusst, mit ungeschminkter Direktheit gesegnet und - ja, der Titel ihrer neuen, dritten Platte "Laut" ist kein Zufall - nicht die Leiseste, während der nachdenkliche Matthias Kempf auch im Gespräch ruhige Töne bevorzugt, introvertiert bei seinem Nachmittagsbier sitzt und seine selbstgedrehten Zigaretten nicht nur zum Rauchen benötigt, sondern auch, um sich daran festzuhalten.

Die Verwendung des lokalen Dialekts verbindet die beiden Wiener Liedermacher aber ebenso wie die gegenseitige Wertschätzung. "Wunderbar finde ich sie, und ich bin natürlich froh, nicht alleine zu sein", sagt der in den ausgehenden Siebzigern geborene Kempf über seine 34-jährige Kollegin. "Ich liebe ihn", gibt die ausgebildete Sozialpädagogin


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