NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

KLASSIK

Zuzana Rúzicková: Cembalo

Nibiru/A. Lange

Es war nicht nur der reizvolle Kontrast zum romantisch konnotierten Klavierklang, der zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts das Cembalo neu für sich entdecken ließ; auch hochspezialisierte Interpretinnen spielten bei der Renaissance des für über hundert Jahre praktisch vergessenen Instruments eine wichtige Rolle: die Polin Wanda Landowska vor allem und später die Tschechin Zuzana Rúzicková, die beide - lange vor dem Durchbruch der historischen Aufführungspraxis - nicht nur Barockmusik spielten, sondern auch regelmäßig neue Werke für ihr Instrument in Auftrag gaben. Bereits 1998 nahm Rúzicková eine Auswahl aus ihrem modernen Repertoire auf, nun ist das Album mit Beiträgen von Bohuslav Martinú, Béla Bartók, Jan Rychlík, Peter Mieg und Viktor Kalabis auch in Österreich erhältlich und bietet einen kompetenten Einblick in ein ungewöhnliches Kapitel der jüngeren Musikgeschichte.

CARSTEN FASTNER

LOKAL/GLOBAL

Amadou & Mariam:


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