Samisdat und Porsche

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

KUNST Das Museum moderner Kunst spannt in einem gewagten Paarlauf den osteuropäischen Underground der Siebzigerjahre und die Abgeklärtheit der Post-89er-Generation zusammen.

Wir kommen in friedlicher Absicht." So könnte man die mit den Sponsoringaktivitäten der Erste Bankgruppe vermittelte Botschaft zusammenfassen. "Es ist eine private Initiative mit öffentlichen Anliegen", versucht Boris Marte, der Leiter des Sponsoringprogramms, alle Bedenken zu zerstreuen, das stark nach Osteuropa expandierende Unternehmen würde zuerst den Markt aufmischen und dann auch noch mit einem protzigen Kulturprogramm den armen Nachbarn zeigen wollen, wo's lang geht.

Ein richtiger Verwaltungsapparat der guten Absicht ist dabei herausgekommen. Da gibt es zunächst einmal eine "Dialogplattform" namens "Kontakt", die soziale und kulturelle Projekte in Zentraleuropa unterstützt. Dann gibt es ein Subprogramm des Hauptsponsoringprogramms namens "Tranzit", das Büros in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich


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