Tür zu. Licht aus.

Stadtleben | Klaus Nüchtern | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

MUSIKSZENE Mit einem kleinen, aber feinen Programm hat Günter Werner das Blue Tomato zu einem der spannendsten Musikorte Wiens gemacht. Außer ein paar Insidern weiß das bloß keiner.

Seit fast einem Vierteljahrhundert macht er jetzt schon den gleichen Job: Kellner in der Tomate. Weil die Tomate aber jetzt keine weiß Gott wie wilde Zeit erlebt hat und weder Falco noch Kurt Cobain sich dort irgendwelche Substanzen eingezogen haben, ist der Günter nicht "legendär", sondern eben "der Günter". So sehr, dass viele, die mit ihm zu tun haben, nicht einmal seinen Nachnamen kennen: "der Günter von der Tomate" oder "der Tomaten-Günter". Manche probieren es ja - "Ich glaub, er heißt Man" -, und scheitern, weil: Knapp vorbei ist auch daneben, und Man heißt die Gerti, die Besitzerin der Tomate, mit der Günter seit auch schon geraumer Zeit zusammen ist; er selbst heißt Werner - Günter Werner.

Das Blue Tomato im 15. Bezirk sieht so aus, als sähe es schon sehr lange so aus. Eine sympathische


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