Unheimlich charmant

Steiermark Politik | Gerlinde Pölsler Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

WIRTSCHAFT Der Ökonom Kurt Rothschild über die Attraktivität des Neoliberalismus, das PR-Wunder der EU und die Zukunft in sozialen Hängematten.

Das Nulldefizit? Ein "Trick der Regierung". Die Wirtschaftspolitik der EU? Braucht einen radikalen Kurswechsel. Neoliberalismus? Dem würde es gut anstehen, bescheidener aufzutreten, bei dem bisschen, das er erklären kann. Kurt W. Rothschild, 92 Jahre alt, Doyen der österreichischen Nationalökonomie, wie die Disziplin früher hieß, hat schon früh Attac unterstützt. Sein ganzes forscherisches Leben lang, das er unter anderem in Glasgow, am Wirtschaftsforschungsinstitut sowie an der Uni Linz verbrachte, befasste er sich - stark beeinflusst vom Keynesianismus - mit den Gründen für Arbeitslosigkeit, Einkommensungleichheit sowie mit Machtphänomenen. In bestimmte Denkschulen stecken lässt sich Rothschild dennoch nicht. Er plädiert dagegen, eine einzige Theorie als allgemein gültig anzusehen. Stattdessen sollten Ökonomen und die Politik


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