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Schmuck mit Rückgrat

Steiermark Stadtleben | Donja Noormofidi | aus FALTER 12/06 vom 22.03.2006

Die Sackstraße ist ein bisschen das Pensionistenheim unter den Grazer Einkaufsstraßen: Läden für Antiquitäten und Gesundheitsschuhe, biedere Gasthäuser. Ein Stück weiter stadtauswärts, am Kaiser-Franz-Josef-Kai, bleibt alles gleich - "Hirt Knöpfe und Geweihwaren" steht auf einem Schild, gleich dahinter die Schlossbergbahn. In diesem geriatrischen Winkel der Stadt versteckt sich ein kleines Schmuckstück, das die meisten Grazer bisher noch nicht entdeckt haben. Ein Schmuckstück ist der kleine Laden von Gabriele Reichmayr und Elisabeth Hörl übrigens im wörtlichen Sinn - die beiden jungen Damen löten, schmieden und häkeln dort nämlich Ohrringe, Armreifen oder eine Rückenkette. Dabei handelt es sich um ein Einzelstück, das man sich, anstatt um den Hals, wie einen Rucksack auf den Rücken schnallt. Hörl hat die Kette aus einer blondierten Rehwirbelsäule gebaut: "Weil die Knochen ganz braun waren, habe ich sie mit Blondierungsmittel gebleicht." Mit dem knöchrigen Accessoire


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