Das Ende der ETA

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

AUSLAND Ironie der Geschichte: Der Terror von El Kaida führte das mögliche Ende des baskischen Terrors herbei.

Als vor zwei Jahren die Bomben in vier Zügen den Bahnhof von Atocha zerstörten, da war der spanische Innenminister todsicher: "Das ist ein Werk der ETA, es gibt nicht den geringsten Zweifel." Die baskischen Separatisten dementierten, und immer größer wurden die Hinweise auf El-Kaida-Hintermänner des Blutbades von Madrid. Da griff Premierminister José Maria Aznar selbst zum Telefon, um den Chefredakteuren des Landes zu versichern, die ETA und niemand anderer habe das Massaker zu verantworten. Wenige Stunden später war die Lüge geplatzt, und Aznars konservative Volkspartei hatte die Wahlen verloren. Der autoritäre Politiker mit dem Hang zum Messianismus war zum Opfer arabischer Terroristen und seines hautengen Bündnisses mit George Bush im Irakkrieg geworden. Und wie sich nun herausstellt, so staunt der Londoner Guardian über die gewundenen Wege der Geschichte, hat El


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