Taten statt Tabus

Vorwort | Hans Pechar | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

KOMMENTAR In der Bildungsdebatte braucht es endlich eine ideologische Abrüstung - und zwar auf beiden Seiten.

In der österreichischen Bildungspolitik gibt es derzeit zwei "Megathemen", die beide durch Anstöße von außen zu dieser Prominenz gelangt sind: Pisa hat nach fast zwanzigjähriger Lethargie die Gesamtschuldebatte neu belebt. Fast zeitgleich hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes den offenen Hochschulzugang zur Disposition gestellt. Die Beziehungen zwischen diesen beiden Fragen werden aber kaum diskutiert, obwohl der Zusammenhang zwischen Schulorganisation und Hochschulzugang auf der Hand liegt.

Der in Österreich praktizierte offene Hochschulzugang stellt eine besonders eigenwillige Version des in Europa weitverbreiteten schulischen Berechtigungswesens dar, bei dem ein Abgangszeugnis der Sekundarstufe eine "allgemeine Studienreife" bescheinigt. Die meisten Länder haben den Berechtigungscharakter von Reifezeugnissen in jenen Fächern eingeschränkt, in denen es eine zu


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