DIE SKANDALE DER BAWAG

Wetten auf den lahmsten Gaul

Politik | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

Die Bilanz ist sauber, die Bank ist sicher", versichert Ewald Nowotny bei jeder Gelegenheit und hofft, dass ihm die Kunden glauben. Bisher bestand kein Grund, am Wort des neuen Generaldirektors zu zweifeln. Nowotny ist erst seit November 2005 in Amt und Würden, mit den verschiedenen Bawag-Skandalen hat er an sich nichts zu schaffen. Die Verluste habe die Bank wirtschaftlich längst abgeschrieben, sagt der Wirtschaftsprofessor und ehemalige SPÖ-Politiker: "Diese Sache ist erledigt." Bleibt noch die Aufgabe, die Altlasten historisch aufzuarbeiten.

Zum einen geht es um fehlgeschlagene Investitionen in Steueroasen in der Karibik. Die Bawag habe einem Financier Geld geborgt, erzählte Nowotny im Ö1-"Mittagsjournal", um dieses lukrativ anzulegen. Doch offenbar scheiterten die Spekulationen. Am Ende stand ein Verlust von einer Milliarde Euro zu Buche.

Pikantes Detail: Der Vertrauensmann trägt einen prominenten Namen. Wolfgang Flöttl ist eine schillernde Figur der New Yorker Finanzwelt. Im Bermuda-Archipel


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