"Killer Coke"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

AKTIVISMUS Konsumentenboykotte sind im Zeitalter des Lifestyle-Konsumismus die Protestaktionen der Stunde. Ausgerechnet vor der von ihr gesponserten Fußball-WM gerät die Cola-Company in Bedrängnis.

Ob er denn zum Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft gegen die USA aufs Feld laufen wird, weiß der deutsche Nationalspieler Robert Huth nicht genau. Er weiß ja nicht einmal noch, ob er dem 16-Mann-Kader angehört, den Bundestrainer Jürgen Klinsmann für das Match nominieren wird. Auch der Weltfußballverband FIFA hat - offiziell zumindest - noch keinen blassen Schimmer davon, wer für die Heimmannschaft beim Kampf um die heiße Trophäe einlaufen, wer auf der Bank sitzen wird.

Doch freilich gibt es da auch die wirklich Mächtigen, die in alle Geheimnisse eingeweiht sind. Coca-Cola etwa. "Unsere Marketingdirektion hat Coca-Cola 16 Namen genannt", musste neulich der Sprecher des Deutschen Fußball-Verbandes einräumen. Denn Coca-Cola ist "Hauptsponsor" der Fußball-WM, was sich der


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