OHREN AUF! Mit Hirn gerockt

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

Vor einigen Jahren galten Mogwai noch als eine Postrockband unter vielen. Inzwischen nimmt das sonderbare P-Wort kaum jemand mehr in den Mund, während das schottische Quintett zum Serientitelanwärter in der Liga instrumentaler Rockmusik wurde. Dass Mogwais stets sehr klar strukturierte Stücke dabei gar nicht mehr zwingend instrumental und ebenso wenig ausschließlich dem Rockidiom verpflichtet sein müssen, ist nicht unbedingt als Widerspruch zu verstehen. Ihr erneut überzeugendes aktuelles Albumangebot heißt "Mr. Beast" (PIAS/Edel), kombiniert sanfte Pianoklänge mit massiven Gitarrenwänden und elektronisches Innehalten mit heftigem Losmarschieren und schafft es geschickt, trotz eines emotionalen Wechselbads letztlich einen sehr stimmigen Gesamteindruck zu hinterlassen.

Einen Blick zurück in die ausgehenden Siebziger riskieren Wilderness, wobei der Postpunk für das Quartett aus dem amerikanischen Baltimore auf "Vessel States" (Jagjaguwar/Import) erst dort interessant zu werden beginnt,


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