Witze im Sonderangebot

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

KABARETT Entschuldigen Sie bitte den Gestörten: Roland Düringer trickst sich selbst aus.

Man kann Roland Düringer nicht nachsagen, dass er sich's leicht machen würde. Der österreichische Kabarettsuperstar ist der unumstrittene Wuchtelkönig der Nation und könnte sich damit begnügen, einfach auf die Bühne zu gehen und zwei Stunden lang Schmäh zu führen. Stattdessen betritt er in jedem Programm Neuland. In seinem letzten Solo "Die Viertelliterklasse" (2001) etwa gab's statt Motorradwitzen ein ziemlich komplex gebautes Stück über vier Alkoholiker. Das Programm war ein Meisterwerk, hat das Düringerpublikum aber etwas überfordert, weshalb es der Künstler diesmal im wahrsten Sinn des Wortes billiger gibt: Unter dem Diskonttitel "Düringer ab 4,99" (für jede Vorstellung gibt's, solange der Vorrat reicht, ein Kontingent an Karten für 4,99 Euro) wird "Megakabarett zum Spitzenpreis" versprochen.

Der Düringer-Kenner weiß, dass man solchen Ankündigungen nicht trauen darf, und tatsächlich


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