Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

Sex

Letzte Runde (6) Was die Sexkolumne betrifft, bin ich Kummer gewöhnt. Nun aber kam mir Kritik zu Ohren, die mir zu denken gibt. Eine Leserin meinte, sie hätte meine Kolumne "nie verstanden". Oft wurde die Kolumne missverstanden, aber so fundamental wurde sie noch nie infrage gestellt. Was wollte ich mit der Kolumne denn nun? Ich denke, ich wollte um Verständnis buhlen. Für mich und all die anderen Männer, die irgendwie damit leben müssen, dass sie einen Pornofilm im Kopf haben, während im wirklichen Leben ein Problemfilm läuft. Ist das wirklich so schwer zu verstehen? W. K.

Fussball

Blinder Passagier Am Sonntag besuchte ich erstmals ein Austria-Heimspiel, bei dem nicht Rapid der Gegner war. Und weil mir Salzburg noch unsympathischer ist, hab ich auch noch zur Austria gehalten! Es war ein interessantes Erlebnis. Das räudige Horr-Stadion erinnert mit etwas Fantasie an ein englisches Provinzstadion, mit den "Bullenschweinen" waren diesmal nicht Exekutivbeamte, sondern die Red-Bull-Kicker gemeint, und als Exrapidler Roman Wallner eingewechselt wurde, entrollten die Austria-Fans das Transparent "Wir singen nur für 10 Mann". Mit mir hatten sie nicht gerechnet. W. K.

Mädchenzimmer

Große Irrtümer (1) Manche Jungs haben ja leider keinen Schimmer, was Mädchen wollen und was nicht. Nun also Aufklärungunterricht für Buben über dreißig, die sich noch immer mit blödem Verhalten blamieren. Die kennen sich nicht mal mit ihrem Hormonhaushalt aus und verwechseln Testosteron mit Aggression. Glauben also, haltlos rumbrüllen und andere Menschen, vorzugsweise Frauen, aggressiv angehen, hat irgendwas mit Männlichkeit zu tun. Lächerliche Luschen mit Egoproblemen sind das, ab ins Anti-Aggressionstraining! Denn echte Männer beglücken uns mit einem schön ausgeglichenen Testosteronspiegel. J. O.


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