ANTI-HUNDEKOT-INITIATIVE

Wien geht vor die Hunde

Stadtleben | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

Vergangene Woche. Zwei Buben, beide zwölf, warten an einem Fußgängerübergang beim Alois-Drasche-Park. Hinzu kommen Mann, Frau und Hund. Hund (kleiner weißer Kläffer, ohne Maulkorb) beißt Kind ins Wadl. Einfach so. Das andere Kind: "Entschuldigen Sie, Ihr Hund hat gerade meinen Freund gebissen." Frau (zum Mann): "Der Hund hat grad ein Kind gebissen." Mann (zur Frau): "Unser Hund beißt nicht." Sagen's und gehen weiter. Im AKH gibt man dem Zwölfjährigen eine Tetanusspritze, genäht werden muss zum Glück nicht, aber vorsichtshalber Wundenkontrolle am nächsten Tag. Der Vater erstattet Anzeige gegen unbekannt.

Beißen kommt zum Glück seltener vor, in Hundstrümmerl steigen hingegen ziemlich oft. Das Zusammenleben von Menschen mit Hund und Menschen ohne Hund gestaltet sich in Wien meist sehr schwierig. Nicht nur Eltern ärgern sich über Hunde. Oder vielmehr über die Rücksichtslosigkeit, mit der viele Hundehalter in Wien ihre Tierliebe ausleben, indem sie ihre Hunde die Stadt zuscheißen


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