VORWORT

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Franz Niegelhell | Steiermark Vorwort | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

Die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, hatte letzte Woche die Stadt eingenommen. Das war insgesamt sehr angenehm. Dauernd lief man Bekannten über den Weg und hatte auch immer gleich ein Gesprächsthema. Immer wurde man gefragt, ob man denn diesen oder jenen Film gesehen habe. Was man von ihnen hielte und was morgen auf dem Programm stünde. Für Leute wie mich, die immer nur das kleine Feld der Kultur verstehen wollen und sich um politisches Hickhack und seine Auswirkungen auf das tägliche Leben weniger scheren - obwohl ich das wohl tun sollte, aber um alles kann man sich nicht kümmern -, eine feine Situation. Als ob die ganze oder zumindest ein Großteil der Stadt nur aus Kinogehern bestehen würde. Und alle reden über ähnliche Dinge, und manche geben einem sogar Recht. Da kommt man sich in seiner Stadt ganz schön aufgehoben vor. Da mag es auch angehen, dass die Festivalleitung, was Symbolisches betrifft, nicht immer ganz treffsicher war. Dass sie etwa mit dem Festivalzentrum

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