Plötzlich ging der Teufel los

Steiermark Kultur | Helmut Bast | aus FALTER 13/06 vom 29.03.2006

LITERATUR Der in Graz und Sarajevo lebende bosnische Autor DzÇevad Karahasan verteidigt eine komplizierte Wirklichkeit gegen ideologische Vereinfachungen.

Die Kombination Provinz und Weltstadt hat es DzÇevad Karahasan angetan. Und ihn nicht mehr losgelassen, seit er 1997 als Stadtschreiber nach Graz kam. Wobei seine Stammkneipe im Bezirk Jakomini, das Posthorn, wo er den Falter zum Gespräch trifft, eher das Flair vorstädtischer Provinz verströmt.

In Graz und Sarajevo zu leben sei "gleichzeitig anstrengend und wunderschön", meint er. Seit 1997 pendelt Karahasan, der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde (2004 erhielt er etwa den Buchpreis für Europäische Verständigung), zwischen Graz und Sarajevo, wo der 1953 in Bosnien Geborene auch eine Professur für Literaturtheorie an der Universität Sarajevo innehat.

Ihm gehe es in seinen Büchern auch immer darum, die Komplexität der Wirklichkeit gegen die vereinfachenden Reduzierungen zu verteidigen, sagt er im Gespräch. "In


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