WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

WAS WAR

Hypo-Pleite Nun kommt neben der Bawag auch die Hypo Alpe-Adria-Bank in Bedrängnis. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Bank, die dem Land Kärnten gehört, im Jahr 2004 innerhalb von nur zwei Wochen 330 Millionen Euro verspekuliert hat. Die gilt es jetzt irgendwie in der Bilanz unterzubringen. Um keinen Verlust zu schreiben, wird die Bank wohl ihre stillen Reserven anzapfen müssen. Der für 2007 geplante Börsengang soll dennoch stattfinden. Landeshauptmann Jörg Haider sagt, dass er zwar alles "schonungslos" prüfen lassen, sich aber seine Bank sicher nicht "von links ins schiefe Licht" rücken lassen wird.

WAS KOMMT

Urteil gegen Rettberg Noch einige Zeit auf sich warten lassen wird das Urteil gegen Libro-Pleitier André Rettberg. Seit Montag steht Rettberg gemeinsam mit zwei Wirtschaftsanwälten vor dem Landesgericht Wiener Neustadt. Die Anklage wirft dem ehemaligen Chef der Buchhandelskette, der mit Bankenkrediten Libro-Aktien erworben hatte und nach dem Kollaps des Unternehmens im Jahr 2001 hoch verschuldet war, betrügerische Krida vor. Rettberg - 1999 noch zum "Manager des Jahres" gekürt -soll fast viereinhalb Milionen Euro vor seinen Gläubigern versteckt haben.

WAS FEHLT

Lösung für Schmierereien Im englischen Leicester klappt, was in Wien unmöglich scheint. Die umgehende Entfernung rassistischer Schmierereien auf Privatgebäuden - durchgeführt von der Stadt. Genau das forderten 130 Wiener Migranten-und Integrationsvereine im Rahmen der 6. Wiener Integrationskonferenz. Demnach soll die Stadt "gesetzliche und anderweitige Maßnahmen treffen", die private Hauseigentümer in die Pflicht nehmen. Derzeit sind sie nicht zur Entfernung gezwungen, für die sie selbst aufkommen müssen; für viele ein Grund, sich damit Zeit zu lassen. Geht es nach der Integrationskonferenz, soll die Stadt die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.


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