VOM ERMITTLER ZUM VERDÄCHTIGEN

Der Hofrat Geiger

Politik | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

Ob sich Ernst Geiger wohl jemals gedacht hat, dass er sich dereinst in der Rolle des Beschuldigten finden würde? Im Falter-Interview versichert er jedenfalls, dass ihn die Vorwürfe wie aus heiterem Himmel ereilt hätten. "Ich habe schon mit einer Intrige gerechnet. Es war klar, dass da was kommt. Aber so ..." In seinem Buch "Es gibt durchaus noch schöne Morde", das er 2005 zusammen mit dem Justizjournalisten Paul Yvon veröffentlichte, findet sich ein weitsichtiger Satz: "Kriminalität spielt sich (scheinbar) immer nur bei anderen Leuten ab. In den düsteren Quartieren der Korruption, der Kriminalität, des völlig Unberechenbaren. Wie dünn das Eis allerdings sein kann, auf dem die eigene Rechtschaffenheit ein vernünftiges, befriedigendes Leben aufbaut, zeigt ein anderer Fall. An ihm sieht man, wie trügerisch unsere Sicherheit sein kann, dass dicke Mauern zwischen uns und denen da unten stehen."

Geiger skizziert im Folgenden den Fall einer Mutter, deren Kinder ins Drogenmilieu abrutschen.


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