Alles Gute, Italien!

Politik | Andreas Pfeifer | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

ITALIEN Es empfiehlt sich, den Bewohnern unseres Nachbarlandes im sonnigen Süden eine glückliche Wahl zu wünschen. Denn das Ergebnis derselben lässt einige unausweichliche Verdüsterung erahnen.

Zu entscheiden gilt es zwischen einem behäbigen Professor, dessen Führungkraft den Eigensinn seiner uneinigen Gefolgschaft noch nicht zu bezähmen vermochte, und einem tobsüchtigen Tycoon von zunehmend autoritärem Sendungsbewusstsein. Beide Kandidaten nähern sich - allen kosmetischen Bemühungen des Letzteren zum Trotz - ihrem siebzigsten Geburtstag, womit Italien, dessen demografische und ökonomische Altersbeschwerden manifest sind, auf ein gerontokratisches Intermezzo zusteuert. Der waltende Ministerpräsident hat zudem dafür gesorgt, dass seinem Nachfolger die politische Handlungsfreiheit, die ihm selbst eine ganze Legislaturperiode lang vergönnt war, vorenthalten bleibt. Die gegen den Willen der Opposition verfügte Rückkehr zum Verhältniswahlrecht wird der künftigen Regierung


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