Schluss mit lustig!

Politik | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

HUNDEHAUFEN Die Brigittenauer Anti-Hundekot-Eltern haben's geschafft: Noch heuer soll eine Kampagne gegen Hundedreck auf Wiens Straßen starten.

So, jetzt ist es heraußen: "Ein Großteil der Wiener will nicht in den Dreck steigen", erklärte Bürgermeister Michael Häupl letzte Woche. Zuvor hatte eine Gruppe besorgter Mütter aus dem 20. Bezirk 118.000 Unterschriften gegen Hundekot auf Gehwegen und Grünflächen gesammelt (der Falter berichtete). Man werde das Hundstrümmerlthema nun in Angriff nehmen, versprach Umweltstadträtin Ulli Sima nach einem Gespräch mit Vertretern der Initiative "Wien ist ein Hundeklo" im Rathaus. Initiatorin Petra Jens freut sich über die Bekundung des politischen Willens, zufrieden sei sie aber erst, wenn das Problem mit den Hundehaufen auch tatsächlich gelöst sei. Seit drei Wochen sammelt die 29-jährige dreifache Mutter nun schon über die Homepage www.hundekot.at Unterschriften und fordert eine umfangreiche Kampagne, die das Beseitigen von Lumpis Hinterlassenschaften durch dessen Besitzer in den Mittelpunkt stellt. Und die soll jetzt auch kommen. Ulli Sima schwebt "etwas Neues und Unkonventionelles" vor, die Bürgerinitiative werde bei der Planung und Umsetzung der Kampagne miteinbezogen.

Spätestens neun Monate nach der Plakatkampagne findet eine Evaluierung statt. Und wer dann sein Viecherl noch überall hinmachen lässt, der muss Strafe zahlen. Bürgermeister Häupl kündigte sogar an, dass uneinsichtige Herrl und Frauerl dann tiefer in die Tasche greifen müssten als bisher. Wien geht also vielleicht doch nicht vor die Hunde.

M. S.


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