JANOSCH-BUSINESS

Panama ist abgebrannt


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

Selten wurde der 75. Geburtstag eines Künstlers so sehnlich erwartet wie jener von Janosch. Mit dem Hinweis auf die dadurch entstehende "erhebliche mediale Aufmerksamkeit" sei mit "entsprechenden Umsatzzuwächsen" zu rechnen, heißt es im Lagebericht der Berliner Janosch film & medien AG für das Geschäftsjahr 2004. Die Lage des "medienübergreifenden Family-Edutainment-Unternehmens" (Eigendefinition), das die Janosch-Rechte verwertet und vermarktet, ist alles andere als rosig. "Der Niedergang der Aktienwerte der Janosch-AG war in den letzten Jahren dramatisch, und ich gehöre wahrlich zu den am meisten Betroffenen", schrieb der schnurrbärtige Kern einer der "bekanntesten Marken Deutschlands" (Unternehmensprofil) vor der Hauptversammlung im letzten November an die "lieben Mitaktionäre", an deren Nerven die Kreditzinsen für den Rückkauf von Rechten aus dem Diogenes-Verlag und dramatisch sinkende Umsatzrückgänge nagen.

Die Aktionärslaune konnte auch "Onkel Puschkin, guter Bär" nicht

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