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Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

DOKUMENTARFILM In "Tintenfischalarm" porträtiert Elisabeth Scharang einen Intersexuellen, vergisst aber, etwas über diesen zu erzählen.

Wenn die Filmemacherin Elisabeth Scharang und Alex, die Hauptperson ihres Dokumentarfilms "Tintenfischalarm", im Gras liegen, liegt die Kamera wie eine dritte Person daneben. Einmal, als sich Alex' Hündchen vor die Linse fläzt, hört man Scharangs Beschwerde aus dem Off, dann Alex das Tier rufen, man sieht, wie es ein paar Meter rüberläuft und sich neben der Kurzhaarfrisur seines Menschen wieder niederlässt.

Alles in Scharangs Film ist darauf angelegt, die Situation als intime auszuweisen. Wenn Alex und sie in der Wohnung der Filmemacherin auf dem Sofa liegen und nächtlicher Regen zu hören ist oder die beiden am Wattenmeer wandern: Man ist sich nahe, ist so was wie Freundinnen, oder zumindest schaut es so aus.

In "Tintenfischalarm" geht es um Intersexualität, und für Alex, die bis zu ihrem 14. Lebensjahr Alexandra genannt wurde und der sich gegen


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