Mantras für Skeptiker

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

SHY Scheiden tut weh: Die Linzer Band Shy schenkt sich zum fünfzehnten Geburtstag ihr bislang schönstes Album "Zurück am Start". Eine Vorliebe für programmatische Ansagen kann Andreas Kump nicht abstreiten. Das vorletzte Album seiner Band Shy hieß "Auf Reisen" und sah das von britischer Musik geprägte Linzer Quintett auf Countrypfaden. Vor zwei Jahren kam "35 Sommer", das auf Kumps Erdenjahre anspielte und sich folglich mit dem Älterwerden und Jungbleiben im Pop auseinander setzte.

Und jetzt: "Zurück am Start". In der Tat. Nach 15 Jahren Bandgeschichte ist es eine geradezu unverschämt frisch klingende Platte. Doch es wären nicht Shy, wenn es sich gar so einfach verhielte. "Zurück am Start", das meint hier auch, bei jedem Album wieder Anfänger zu sein; noch nie durfte der ewige Geheimtipp Shy zwei Platten in Folge bei derselben Plattenfirma veröffentlichen. Vor allem aber steht es für den privaten Neustart nach einer Trennung.

Scheiden tut weh. So unverstellt autobiografisch


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