"Man muss ehrlich sein"

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

THE STREETS Mike Skinner ist mit sarkastischen Alltagsbeobachtungen berühmt geworden. Ein Gespräch mit dem englischen Rapper, der auf seinem neuen Album mit dem eigenen Popstar-Ego abrechnet und demnächst erstmals in Wien auftritt.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass seit der digitalen Homerecording-Revolution selbst kleine Hinterzimmerproduktionen (oder Schlafzimmerproduktionen, wie man im wohnraumarmen Großbritannien mangels Hinterzimmer dazu sagt) so erfolgreich sein und genauso professionell klingen können wie große Studioprojekte. Der kommerzielle Erfolg von The Streets dagegen ist noch erstaunlicher. Denn die vom Rapper Mike Skinner unter diesem Alter Ego aufgenommenen Songs kommen nicht nur aus dem Schlafzimmer, mit ihren grob geschnitzten Loops und ungeniert wacklig gekrächzten Refrains klingen sie auch so.

Mehr noch: Skinners Akzent, eine Mischung aus den stumpfen Vokalen seiner Jugendheimat Birmingham und enema soiled antrainiertem Londoner Cockneyeinschlag, sollte die

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