STADTRAND

Weg mit dem Spekt

Stadtleben | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

Jetzt hat Ursula Stenzel, ihres Zeichens Bezirksvorsteherin in der Wiener City, schon wieder was geregelt. Wenn auch vorerst nur ankündigenderweise. Auf dem Stephansplatz nämlich möchte sie, dass dort eine "Respektzone" eingerichtet wird und der ganze Jahrmarkt-und Touristenrummel, die lächerlichen Pantomimen und all das verschwindet. Respekt, Frau Stenzel, Sie trauen sich was. Wie einst beim Herrn Jesus geht's den Pharisäern, Händlern und Zöllnern vorm Tempel jetzt tüchtig an den Kragen. Quasi. Aber zu Ihrer Wortschöpfung "Respektzone" haben wir doch noch zwei Fragen. Wohin soll, erstens, der "Spekt", wenn er dort nicht mehr erwünscht ist? Und zweitens hätten wir gerne gewusst, ob so Respektzonen nur in der Ebene funktionieren oder auch im Vertikalen. Denn dann könnte man endlich auch die vollkommen inakzeptablen Werbebanner am Dom entfernen, die nachts sogar respektlos beleuchtet werden und von weit her den Konsumentenblick auf den Dom lenken. Aber vielleicht gibt's unter den Verantwortlichen ja auch ein paar Respektzonis, die was dagegen hätten. Bitte, Uschi, mach's auch weg! C. W.


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