"Es kotzt mich an"

Steiermark Politik | Gerlinde Pölsler Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

ÖGB Der steirische Gewerkschaftsvorsitzende Horst Schachner über den unappetitlichen Bawag-Skandal, die Wahl zwischen Pest und Cholera, illegale Pensionistenbusfahrer und die Teufelskreise der neoliberalen Welt.

Auf der riesigen Hinweistafel vor den "MORre-Offices" in Graz-Eggenberg ist die Welt noch in Ordnung: In schöner Harmonie künden da die Logos der Bawag, der SPÖ, der Wiener Städtischen und von Ruefa Reisen, überragt von einem riesigen ÖGB-Logo, von den frisch eingezogenen Nutzern des im November 2005 eingeweihten Bürokomplexes. Rotes Kernland, entwickelt von der Immobilientochter der ÖGB-Bank Bawag, bezogen von Unternehmen und Instituten aus dem nahen und nächsten Umfeld der österreichischen Sozialdemokratie. Noch dazu auf historischem Terrain: Auf dem Grund, wo heute Genossen, Banker und Parteifunktionäre werken, buken einst Konsum-Bäcker frisches Brot. Und am 12. Feburar 1934 war dort das Zentrum der Februarkämpfe in Graz, des blutigen Aufbäumens der Sozialdemokratie


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