"Etwas ist da, bewegt sich"

Paul Pechmann | Steiermark Kultur | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

LITERATUR Dieter Sperl legt mit seinem Buch "Random Walker" eine außergewöhnliche Erschreibung von Filmbegegnungen vor.

Dies-und jenseits von Kitsch vermag das Kino Weltentwürfe zu beglaubigen, die in der avancierten Literatur schon lange problematisch geworden sind. Dabei sind es, physikalisch betrachtet, aneinander gereihte Standbilder, Flickwerk, das, in Bewegung gesetzt, uns in kinematografische Illusion verrückt. Mit Mitteln der Literatur setzt sich der in Wien lebende steirische Autor Dieter Sperl in seinem neu erschienenen Buch "Random Walker" höchst subtil mit Mythen und Strukturen von Film auseinander.

"Random Walker", dessen Titel unter anderem auf die Zufälligkeit der Filmauswahl anspielt, ist das literarische Tagwerk eines Cineasten und ein methodenbewusster Umgang mit der eigenen Spontaneität. Der Autor besuchte innerhalb von zweieinhalb Jahren zahlreiche Vorstellungen in diversen Kinos. Noch ganz im gedanklichen und emotionalen Spannungsfeld des jeweiligen Filmerlebnisses

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