Die Gepflanzten

Steiermark Stadtleben | Donja Noormofidi | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

FRÜHLING Die Stadtgärtner hackeln sich im Frühling die Finger wund, den Grazern ist's egal: Ihre Hunde pinkeln ins Beet, sie selbst spielen auf den Stiefmütterchen Frisbee. Ein Plädoyer gegen das Pflanzen von Gärtnern.

Wenn der Schnee so lange liegen bleibt wie heuer, bricht der Frühling über die Grazer Stadtgärtner herein: Plötzlich ist die weiße Decke weg, und der ganze Dreck ist da - die Papierln, die Hundescheiße. "Der Schnee deckt ja den Dreck zu." Peter Perls Blick schweift über den Grazer Stadtpark; er will gar nicht daran denken, wie sich das alles ausgehen soll. Als Rayonsleiter für das linke Murufer muss er dafür sorgen, dass sämtliche Beete, Grünflächen und Wege bis Ostern tipptopp sind. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass die Wirtschaftsbetriebe eigentlich für alles zuständig sind - außer für die Vogelgrippe. Falls ein toter Schwan im Schanzengraben im Grazer Stadtpark liegt, wird die Feuerwehr gerufen, da lassen die Stadtgärtner die Finger davon,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige