VOM GRILL

Verhöhnte Sklaven

Steiermark Stadtleben | Mathias Grilj | aus FALTER 14/06 vom 05.04.2006

Dieses Land behandelt seine Zivildiener wie den letzten Dreck. Sie haben länger zu dienen als die Wehrmänner, und sie werden dabei auch noch ausgehungert: Das Kostgeld reicht bei weitem nicht. Etliche der Zwangsverpflichteten machen, nur um zu überleben, Schulden. Was für eine verkommene Politik und was für eine verkommene Verwaltung, die sich diese Tatsache vom Verfassungsgericht vorspiegeln lassen müssen! Kaum hält man eine Steigerung der Lumpigkeit für möglich, und doch ist es so. Das steirische Rote Kreuz will jedem abgerüsteten Zivi, dem es 1512 Euro schuldet, 25 Prozent des Geldes vorenthalten. Weil er am gleichbleibenden Ort Dienst tat und in der Dienststelle eine Kochgelegenheit gehabt hätte.

Was soll das?

Ich war Zivildiener beim Roten Kreuz in Graz, ich kenne den dortigen Alltag und finde das alles zutiefst lügnerisch, niederträchtig, widerlich, haarsträubend, zum Kotzen, schäbig, abscheulich, unappetitlich, infam, ungerechtfertigt, hinterhältig, falschherzig, beschissen, übel, arglistig, verrottet, degoutant, pharisäisch, dreckig, verschlagen, abstoßend, heuchlerisch, windig, unmoralisch, stinkig, perfide, verludert, unaufrichtig, böse und letztlich nichts als ekelhaft.

Mein Appell an die Zivildiener heißt: Zieht, solange die Justiz noch halbwegs richtig tickt - wer weiß, wie lange noch - vor Gericht. Und klagen, klagen, klagen!


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