VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

"Diesmal lesen Sie hier nicht die - möglicherweise gewohnte - Kolumne Seinesgleichen geschieht. Das signalisiert Veränderungen." Derart ominös hob vor zwanzig Jahren mein zweiwöchentlich erscheinender Kommentar an, und wie weit die signalisierten Veränderungen am Ende führen würden, war weder mir noch sonst jemandem im Verlag damals klar.

Die Lage schien erstaunlich gut zu sein. Der mit "Armin Thurnher, Falter Verlag" gezeichnete Text fasste zusammen, wo das Haus stand. Eine Blattreform wurde angekündigt, eine Überarbeitung der beiliegenden Programmzeitschrift HEFT. Seit 1984 erschien der Falter mit kleinen Redaktionen in Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck, was mit dem seltsam aktuell anmutenden Slogan "2 Wochen Österreich" am Cover signalisiert wurde.

Im Verlag gebe es erstmals einen Comic-Band, las man, "Die Invasion der grünen Fussel" von Tex Rubinowitz und Kim Novak (die beiden bewarben den Band auch verlagsintern, indem sie an schwer zugänglichen Stellen grüne Fussel aufklebten, die dann noch jahrelang herumhingen). Die ehemalige Zeitschrift der Hochschülerschaft, Der Neue Express, würde ab Mai im Falter Verlag erscheinen, war zu lesen, und zudem verlege man nun die Kreditkartenzeitung Visa Magazin, die erstmals am 2. April 1986 im Falter Verlag erscheine. Um dieses Magazin zu betreuen, verabschiedete ich mich als Falter-Leitglossist (Chefredakteur war bereits Mischa Jäger) und blieb fortan bloß Kolumnist. A.T.


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