Kranke Politik

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Man sollte einmal darüber reden, ob wir nicht bessere Politiker bekämen, wenn wir sie besser bezahlten.

Matthias Platzeck, der erst vor wenigen Monaten gewählte SPD-Vorsitzende, war eine Hoffnung der SPD. Relativ jung, aus dem Osten stammend, aber kein typischer "Ossi", schien er als nächster Kanzlerkandidat der SPD denkbar. Nun trat er vor die Presse und sagte trocken, es habe keinen Sinn, "weiter gegen die Wand zu fahren". Er trete, auf ärztlichen Rat hin, aus gesundheitlichen Gründen als SPD-Chef zurück. Platzeck hatte zwei Hörstürze, einen Kreislauf-und einen Nervenzusammenbruch erlitten. Seiner Dreifachbelastung als Ministerpräsident Brandenburgs, als brandenburgischer SPD-Chef und als Chef der Bundes-SPD war er physisch und psychisch nicht gewachsen.

Nein, das wird kein Lamento über den Zustand der SPD, denn die hat mit Kurt Beck, dem Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, eben erst mit absoluter Mehrheit wiedergewählt, blitzartig einen gestandenen


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