WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

WAS WAR

Mehr Drogentote Laut dem neuen Bericht des österreichischen Gesundheitsministeriums starben im Jahr 2004 landesweit 224 Menschen unmittelbar nach dem Konsum illegaler Substanzen oder an den Langzeitfolgen der Suchtgifteinnahme. Im Jahr 2003 hatte die Statistik noch 189 Drogentote erfasst. Von 1997 bis 1999 pendelte die Zahl der Toten in Österreich zwischen 160 und 180. Im Jahr 2000 stieg sie dann auf 227, um ein Jahr später wieder auf 184 Fälle zu sinken. Im Schnitt starben die größtenteils männlichen Suchtkranken im Alter von 28,7 Jahren - nur zwanzig Prozent der Toten waren Frauen.

WAS KOMMT

Sex im Häfen Das Justizministerium denkt darüber nach, in den Justizanstalten Räumlichkeiten einzurichten, wo Häftlinge mit ihren Familien, aber auch mit Sexualpartnern zusammentreffen können. Auslöser für den Ministerialerlass, der bis Ende Mai umgesetzt werden könnte, ist die erfolgreiche Beschwerde eines zu lebenslanger Haft verurteilten Mörders vor dem Verwaltungsgerichtshof, der seine Frau auch alleine treffen wollte. Seit 1993 besteht bereits ein - schwammig formuliertes - Gesetz, das den Häftlingen das Recht "zur Aufrechterhaltung familiärer und sonstiger Bindungen" einräumt, wenn "geeignete Räumlichkeiten" bestehen. Nur gab es die bisher einzig in Leoben.

WAS FEHLT

Dämme an der March Seit vergangener Woche sind Dürnkrut und Jedenspeigen nicht mehr nur deshalb bekannt, weil dort Rudolf von Habsburg anno 1278 den böhmischen König Ottokar besiegte. Die March hatte Teile der beiden Ortschaften überflutet, weil der Damm nach starkem Regen geborsten war. Die Gemeinde Dürnkrut überlegt nun, eine Sammelklage gegen die Republik einzureichen. Schließlich seien Schäden an den Dämmen schon seit 1997 bekannt, trotzdem wurden sie nicht saniert. Anwalt Georg Zanger, der Dürnkrut möglicherweise vertreten wird, sagt in der APA: "Der Staat kann sich nicht aus der Verantwortung stehlen."


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