ÖGB-CHEF RUDOLF HUNDSTORFER

"Ein richtiger Graurücken"

Politik | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

Seltsam, wie Rudolf Hundstorfer Bananen öffnet. Weder knickt er den Schaft um, noch schneidet er das Spitzl weg. Stattdessen prüft er kurz, ob die Frucht knackig genug ist, und bricht sie dann entschlossen in der Mitte auseinander. "Diese Marotte sagt viel über den Rudi aus", meint ein roter Rathausfunktionär: "Er checkt eine Sache ab und packt dann ohne Umschweife zu."

Ganz anders kam Rudolf Hundstorfer in der Öffentlichkeit weg, nachdem er vergangene Woche zum neuen Gewerkschaftschef gewählt wurde. Als Notlösung und Präsidenten mit Ablaufdatum bezeichneten ihn die Kommentatoren, die Bilder von der Präsentation weckten einschlägige Assoziationen. Flankiert von bulligen Metallergewerkschaftern saß da ein grauhaariger Mann, der so aussah, als wäre das Wort "Apparatschik" für ihn erfunden worden.

Antreiber oder Bremser? Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Tatsächlich ist Hundstorfer ein Kompromiss, den die Bosse der mächtigen Teilgewerkschaften ausgehandelt haben. Keiner der

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