Knecht

Dann krieg doch einfach keins.

Politik | Doris Knecht | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

In Restaurants kommen wir so gut wie nie. Mit den Kindern. Zuletzt haben wir's versucht, das muss ein Jahr her sein; nein, länger. Sie kugelten durchs Lokal, bliesen alle Kerzen aus, schütteten Orangensaft quer übers weiße Tischtuch und schrien ihre Pasta an: Was ist das grausliche Grüne da? Weggg! Die Kellner waren unglaublich tolerant. Der Lange und ich genierten uns sagenhaft. Danach haben wir die Kinder nie wieder abends mit in ein Restaurant mit Tischtüchern genommen. Früher, da haben der Lange und ich ständig auswärts gegessen. Jetzt essen wir zu Hause.

Aber du bist der Meinung, dass es notwendig sei, die Gesellschaft an deinen Kindern in all ihren Facetten teilhaben zu lassen und deine Kinder an allen Facetten der Gesellschaft. Ich meine auch, dass die Gesellschaft familienfeindlich ist und dass die Präsenz von Kindern in vielen sozialen Bereichen extrem viel selbstverständlicher werden muss. Aber da sind Orte, da sind Zeiten, da haben deine Kinder nichts verloren.

Dein


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