Everybody's Dorfer

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

KABARETT Alfred Dorfer ist der Kabarettist, auf den sich ganz Österreich einigen kann: Das Publikum liebt ihn, die Kritiker verehren ihn, sogar der ORF mag ihn. Wie macht er das? Ein Werk-Porträt.

Wenn ein neues Programm von Alfred Dorfer Premiere hat, strecken die österreichischen Kabarettkritiker die Waffen. "Danke. Danke, Herr Dorfer. Danke für die Worte. Danke für die Gedanken", japste der Kurier nach Dorfers letztem Programm "heim.at". Sechs Jahre später, nach der Premiere des neuen Programms "fremd", wird in derselben Zeitung gar Dorfers "Abschied vom Kabarett" ausgerufen. Im Standard wiederum liest sich der Premierenbericht wie eine Heldensage. "Dorfer riskiert ungemein viel: Er befriedigt die Bedürfnisse der Zuhörer nach Unterhaltung nur sporadisch, stellt vielmehr alles infrage und begreift das Theater als moralische Anstalt."

Keine Frage: "fremd" ist ein gutes Kabarettprogramm, wahrscheinlich Dorfers bisher bestes. Aber der Begriff Kabarett muss deswegen nicht neu definiert


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