Drei Schwestern

Michael Omasta | Kultur | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

FILM Die erfolgreiche schwedische Tragikomödie "Zurück nach Dalarna!" bedient sich des dramaturgischen Potenzials des Familienfestes auf altbekannte Weise.

Mia ist schlecht. Sie hat die letzte Nacht durchgemacht, aber so viel, wie sie kotzen möchte, kann sie gar nicht getrunken haben. Nicht ihr Kater ist das Problem, sondern ihre Familie. Papa wird nämlich siebzig. Mia, die jüngste von drei Töchtern, hat sich vor etlichen Jahren nach Stockholm abgesetzt. Heute jedoch muss sie zurück nach Dalarna, ein verschlafenes Nest in der Einschicht, das früher mal Heimat für sie war.

Mit über einer Million Besuchern war "Zurück nach Dalarna!", wie Maria Bloms Tragikomödie "Masjävlar" bei uns denn auch heißt, die mit Abstand erfolgreichste schwedische Filmproduktion des Jahres 2005. Offensichtlich befand das heimische Publikum das Langfilmdebüt der jungen Regisseurin und Drehbuchautorin, die sich kürzlich selbst in Dalarna niedergelassen hat, als einladend und überzeugend genug, um ihm

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