"Die Zeiten waren hart"

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

LITERATUR Vom Kanakster-Poeten zum Großkünstler: Feridun Zaimoglu spricht über seinen umjubelten Türkei-Roman "Leyla", seine Ambitionen als Autor und sein Leben als Rampensau.

Als er sechs Monate alt war, 1965, kam Feridun Zaimoglu mit seiner Familie aus dem anatolischen Bolu nach Deutschland. Als er 1970 eingeschult wurde, konnte er fast kein Deutsch. Heute lobt er seine Lehrerin Frau Hüve für ihre harten Methoden, dem kleinen Feridun die ihm fremde Sprache beizubringen. Er selbst zählt längst zu den Hoffnungsträgern der deutschen Literatur. Sein jüngster Roman, "Leyla" wurde im Feuilleton von FAZ bis taz einhellig gelobt. Zaimoglu erzählt darin die Vorgeschichte der ersten Einwanderergeneration. "Leyla" ist in der Türkei der Fünfziger-und Sechzigerjahre angesiedelt und breitet aus der Perspektive eines jungen Mädchens eine vielleicht nicht ganz untypische Familiengeschichte voll Unterdrückung, aber auch Sehnsucht und Liebe aus.

Als Autor hat Zaimoglu, der erst Kunst und Medizin


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