BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

Seit Künstler fragen "Was für eine Beziehung hat die Kunst zum Leben?", spielt auch das Alltagsmedium Fotografie eine wichtige Rolle. Der Band "Kunst und Fotografie" geht der Verwendung des Mediums durch Künstler seit den Sechzigerjahren nach. Als Ed Ruscha 1966 alle Häuser von Hollywoods Sunset Boulevard aus dem Auto fotografierte, ging es ihm um eine serielle, anonyme Ästhetik. Im Gegensatz dazu inszeniert der Künstler Jeff Wall Straßenszenen (Foto: "Mimic", 1982), die auf die Geschichte der "street photography" rekurrieren, sich in ihrer Komposition aber an die Malerei anlehnen. Mit Schwerpunkten wie "Das Städtische und der Alltag", "Spuren von Spuren", "Das Studiobild" oder "Kulturen der Natur" untersucht das Buch die unterschiedlichen Motive, die dazu führen, dass Künstler "Klick" machen.

David Campany: Kunst und Fotografie. London 2005 (Phaidon). 220 S., E 51,40 / N. S.


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