Sperr(müll)stund is

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

FLOHMARKT Aufräumen oder Mist stierln? Samstagnachmittags ist beim Naschmarkt die Welt nicht mehr in Ordnung.

Eine Szene wie aus einem schlechten Film: Mit hohem Tempo und unter Dauerhupen rast ein Räumfahrzeug auf eine alte Frau zu, die mit ihrem Gehstock in einem Haufen Flohmarktmüll herumstochert. Die Frau bewegt sich nicht von der Stelle, das Fahrzeug mit dem Schneeschieber kommt tosend und quietschend ein paar Zentimeter vor ihr zum Stehen. Eine Szene, wie sie jetzt jeden Samstag beim Naschmarkt zu beobachten ist. Ab 16.30 Uhr herrscht dort nämlich regelmäßig Ausnahmezustand.

Die Männer von der MA 48 (Abfallwirtschaft) sind genervt. Und nicht zu beneiden. Schließlich müssen sie mit ihren Räumfahrzeugen Müll, der über den ganzen Parkplatz zwischen den Wienzeilen verteilt ist, auf einen großen Haufen schieben. Viele Standler sind ebenfalls genervt, weil sie seit ein paar Wochen schon früher Schluss machen müssen. Nicht alle, weil die professionellen, die ihr Hauptgeschäft


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