Selbstfairständlich

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 15/06 vom 12.04.2006

FAIRE PRODUKTE In der Kettenbrückengasse hat der 90. Weltladen Österreichs aufgemacht - wurde aber auch Zeit.

Viel hat Barbara Hosp gar nicht ändern müssen in dem geräumigen Ladenlokal in der Kettenbrückengasse: schöner Terrazzoboden, große Fenster, weiße Wände waren schon vorhanden - da fehlt eigentlich nur noch ein ebenso schlaues wie einfaches Regalkonzept aus Metall und MDF-Platten vom Tischler, und schon war der Weltladen fertig. Trotzdem ist der neunzigste Laden seiner Art in Österreich einer von der edleren Sorte geworden: weniger ökomäßig, mehr edel-schick, derlei Beispiele gibt es in Wien bereits am Hohen Markt oder in der Lerchenfelder Straße.

Viele (vor allem kirchliche) Vereine am Land betreiben bereits den Handel mit fairen Produkten. Doch im Prinzip könne jeder einen Weltladen aufsperren, der sich an die Richtlinien des Dachverbandes halte und sein Sortiment von dort beziehe, erklärt Frau Hosp. Sie war zuvor Geschäftsführerin bei der Südwind-Buch-und-Musikhandlung


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